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Wie die Musik das Schicksal einer Stadt veränderte

  • Ort: Fairmont Le Montreux Palace, Erste Etage
  • Datum: 3. bis 18. Juli 2026
  • Öffnungszeiten: 16:00 – 20:00 Uhr

Wie wurde eine kleine Stadt am Genfersee zu einer Welthauptstadt der Musik? Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht ein visionärer Mann, angetrieben von einer ansteckenden Leidenschaft und einem seltenen Sinn für Gastfreundschaft: Claude Nobs. Die Ausstellung erzählt dieses Abenteuer anhand von Objekten, audiovisuellen Archiven, Fotografien und Originalwerken, von denen die meisten noch nie der Öffentlichkeit gezeigt wurden.

Im Laufe der Jahrzehnte verwandelte der von Claude Nobs gegebene Impuls die Stadt in ein einzigartiges Kulturmodell: ein Sommerfestival, das zu einer weltweiten Referenz wurde, kühne „Pop“-Events, ein legendäres Tonstudio und ein Netzwerk bedeutender Künstler, die nach Montreux kamen, um zu spielen, aufzunehmen und sich manchmal dort niederzulassen. Zwischen See und Bergen trug die Postkartenkulisse dazu bei, die Identität und die Fantasie der Stadt zu prägen.

ERSTER RAUM: GEBURT EINES MUSIKALISCHEN ÖKOSYSTEMS

Der erste Raum veranschaulicht die Vielfalt dieses kulturellen Aufbruchs, dessen treibende Kraft Claude Nobs schon früh war. Als Mitarbeiter des Tourismusbüros von Montreux ab 1964 gab er der Popmusik einen Platz innerhalb der Rose d’Or, bevor er 1967 das Montreux Jazz Festival und ab 1969 die Popfestivals gründete. Daneben vervollständigten die legendären Mountain Studios – die später von Queen gekauft wurden – und das Septembre Musical, das älteste der klassischen Musik gewidmete Festival der Stadt, das Bild. Die internationale Ausstrahlung des Montreux Jazz Festivals kam auch in seinen „Sister Festivals“ zum Ausdruck, jenen Veranstaltungen, die ab Ende der 1970er Jahre den Namen der Stadt von Detroit bis São Paulo, von Atlanta bis Sapporo in die Welt hinaustrugen.

Das Publikum kann außerdem den Entstehungsprozess der ikonischen Festivalplakate von Keith Haring oder Jean Tinguely anhand von Originalwerken, Skizzen und unveröffentlichten Entwürfen aus dem Archiv von Pierre Keller entdecken, die dem Montreux Jazz Festival dank einer großzügigen Spende von QoQa vermacht wurden.

ZWEITER RAUM: EINE WELTWEIT EINZIGARTIGE AUDIOVISUELLE SAMMLUNG

Dank einer hochmodernen, vom Jukebox-Prinzip inspirierten digitalen Plattform, die vom globalen Festivalpartner Millenium entwickelt wurde, kann das Publikum in eine Reihe von Konzertmitschnitten des Montreux Jazz Festivals aus den Jahren 2014 bis 2025 eintauchen.

Bereits 1967 hatte Claude Nobs die visionäre Idee, die Konzerte des Festivals zu verewigen, und trug im Laufe der Zeit eine der wertvollsten audiovisuellen Musiksammlungen der Welt zusammen. Im Jahr 2013 wurde diese Sammlung – „The Montreux Jazz Festival, Claude Nobs‘ Legacy“ – in das Weltdokumentenerbe-Register der UNESCO aufgenommen. Ihre Erhaltung und Weitergabe wird heute von der Claude Nobs Foundation und der EPFL im Rahmen des Montreux Jazz Digital Project gewährleistet. Seit 2014 führt die Montreux Jazz Festival Foundation diese Tradition fort, indem sie ihre Konzerte systematisch aufzeichnet.

Die Ausstellung wird durch „Ecouter les photos“ verlängert, eine immersive Virtual-Reality-Ausstellung, die von Studierenden der Universität Lausanne gemeinsam mit dem Montreux Jazz Digital Project der EPFL konzipiert wurde. Sie bringt die Fotografien aus dem Bestand von Georges Braunschweig sowie von mehreren offiziellen Festivalfotografen mit Tonaufnahmen aus den audiovisuellen Sammlungen von Claude Nobs und dem Montreux Jazz Festival in einen Dialog – eine neuartige Art, Bilder «hörbar» zu machen.

Tonausschnitte — Mit freundlicher Genehmigung von Montreux Sounds / RTS (1967-1986); Montreux Sounds (1987-2012); Montreux Sounds / MJFF (2013) unter der Schirmherrschaft der Claude Nobs Foundation

Videoausschnitte — Mit freundlicher Genehmigung von MJFF (2014-2025).

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere die der ausübenden Künstler, Produzenten und Verleger.

Das Montreux Jazz Festival dankt dem Archiv von Montreux für die wertvolle Unterstützung bei der Organisation der Ausstellung.